Flüssiges Vorankommen auf der Autobahn

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AutobahnMeistenteils haben Sie ein Ziel vor Augen, wenn Sie ins Fahrzeug steigen: Sie möchten schnell von einem Ort zum anderen kommen. Insbesondere für lange Strecken erweist sich dabei die Autobahn in der Regel als beste Alternative. Mehrere Spuren bringen den Verkehr zügig voran, soweit sich kein Stau bildet. Ampeln oder andere Gründe für die Unterbrechung der Fahrt reduzieren sich auf ein Minimum. Doch gerade dann, wenn es flott voran geht, gibt es einige Dinge zu beachten. Schließlich möchten Sie Ihr Ziel sicher und ohne Zwischenfälle erreichen.

Vorzüge von Autobahnen

Während die erste Autobahn zwischen Köln und Bonn noch als Innovation galt und nur eine kurze Strecke umfasst, ist inzwischen das ganze Bundesgebiet mit einem komfortablen Netzwerk dieser Fernverkehrsstraßen ausgestattet. Wenn Sie in einer Metropole unterwegs sind, kann sich schon bei der innerstädtischen Fahrt ein Abstecher auf die großzügig ausgebauten Strecken empfehlen, die nur für wenige Verkehrsteilnehmer reserviert sind. Fahrzeuge, die über ein gewisses Tempo nicht hinaus kommen, sowie Radfahrer oder Fußgänger haben auf diesen Straßen nichts verloren. Das bringt einige Vorteile mit sich. Einerseits lässt dies bei freier Bahn höhere Geschwindigkeiten zu. Andererseits entfallen viele Dinge, auf die Sie innerhalb des Ortes oder auf Landstraßen stetig achten müssen. Gleichzeitig ergeben sich jedoch auch Herausforderungen, die Sie nur auf Autobahnen oder Schnellstraßen antreffen.

Ins Verkehrsgeschehen einfädeln

Nahezu jeder Fahranfänger bemerkt einen kurzen Adrenalin-Kick, wenn es um das jungfräuliche Einfädeln von der Autobahnzufahrt in den fließenden Verkehr geht. Während das Tempo beschleunigt wird, muss eine freie Lücke anvisiert und gefahrlos in diese gewechselt werden. Im dichten Verkehr bedeutet dies auch, dass Sie auf das ordnungsgemäße und umsichtige Verhalten der anderen Fahrer vertrauen müssen. Ein Vorfahrtrecht ergibt sich aus Ihrer rechten Position bekanntlich nicht. Dennoch sind die Verkehrsteilnehmer auf der rechten Spur der Autobahn dazu angehalten, Ihnen beim Einfädeln entgegen zu kommen. Unter anderem geschieht dies durch ein gleichbleibendes Tempo, die Vergrößerung des Sicherheitsabstands oder dem Wechsel auf die linke Überholspur in wenigen Ausnahmefällen. Grundsätzlich ist dieser Hüpfer eher hinderlich für die anderen Fahrer und wird von Fahrprüfern als Fehler angesehen, falls dies nur aus allzu defensivem Fahrverhalten und ohne Begründung geschieht.

Jede Spur hat ihre Funktion

Befinden Sie sich erst einmal auf den Autobahnspuren, müssen Sie sich an der Funktionsbestimmung der einzelnen Bahnen halten. Auch langjährige Autofahrer vergessen manches mal, dass sie sich nicht nach Lust und Laune eine Spur auswählen dürfen. Grundsätzlich ist die rechte Bahn für die Fahrt vorzuziehen, solange kein langsameres Fahrzeug die Weiterfahrt verzögert. Erst wenn dies Eintritt, wählen Sie die nächstgelegene linke Fahrbahn, um das Gefährt zu überrunden. Dass Sie dabei auf den von hinten nahenden Verkehr achten und keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden dürfen, ist klar. Gleichermaßen präsent ist Ihnen, dass Sie vor dem Fahrbahnwechsel den Blinker aktivieren, damit die anderen Ihr Vorhaben richtig interpretieren können. All dies relativiert sich ein wenig, wenn es auf den Spuren satt voll wird und beispielsweise zum zähflüssigen Verkehr kommt. Dabei vereinheitlicht sich das Tempo auf den verschiedenen Fahrspuren weitgehend.

Regeln stets beachten

Dennoch sollten Sie auch in solchen Situationen, die Grundprinzipien auf der Autobahn weitestgehend einhalten. Streben Sie nach wie vor einen Spurwechsel nur an, wenn dies objektiv dem schnelleren Fortkommen dient oder ein Hindernis auf Ihrer Fahrbahn umgangen werden muss. Unnötiges Hin- und Herhüpfen verschlimmert lediglich die bereits zähe Situation des Verkehrs, denn jedes Agieren reichen Sie an die Fahrer hinter Ihnen weiter. Soweit eine gewisse Geschwindigkeit im Stau nicht unterschritten wird, bleibt es zudem bei dem Verbot, rechts zu überholen. Auch an der Notwendigkeit, den Sicherheitsabstand einzuhalten, ändert sich nichts. Gerade dieses Detail wird gerne vergessen, wenn sich unzählige Autos im Verkehrsdickicht tummeln und es eilig haben. Bewusstes Drängeln führt zu nichts anderem als gefährlichen Situationen oder Bußgeldern, falls Sie dabei erwischt werden.

Verlassen der Autobahn

Irgendwann kommt es zwangsläufig dazu, dass Sie die Autobahn wieder verlassen, da Sie Ihr Ziel erreicht haben. Hierbei zahlt sich vorausschauendes Fahren aus. Achten Sie darauf, wie weit Sie sich von der gewünschten Ausfahrt entfernt befinden. Gerade in fremden Gefilden ist es gut, auf der rechten Spur zu verbleiben und das Tempo anzupassen, wenn Sie den anvisierten Ort laut Beschilderung nahezu erreicht haben. Riskante Diagonalen auf den letzten Drücker von der äußerst linken Spur hin zur Ausfahrt sind nicht zu empfehlen und oftmals unmöglich. Schneller als gedacht sind sie übers Ziel hinaus geschossen und befinden sich auf Umwegen oder Irrfahrten. Den Wechsel auf die ausfahrenden Streifen signalisieren Sie selbstverständlich wieder mit dem Blinklicht. Seien Sie dabei nicht zu voreilig: Gerade im Stau ist es verlockend, über den Seitenstreifen die bereits erblickte Ausfahrt zu erreichen. Dieser ist jedoch ausdrücklich für Notsituationen, zum Beispiel bei einer Panne, gedacht. Auch Rettungsfahrzeuge können sich rasant von hinten nähern, um zur Unfallstelle zu gelangen, die vor Ihnen liegt. Widerstehen Sie also dieser Versuchung, denn dies kann gefährlich und teuer werden. Davon ausgenommen sind selbstverständlich ausgeschilderte Ausnahmeregelungen, die Ihnen durch Verkehrszeichen mitgeteilt werden.

Tempolimits im Ausland

Übrigens ist Deutschland ein europäischer Einzelfall, wenn es ums Tempo auf Autobahnen geht. Hierzulande ist es nicht verboten, wenn Sie die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h überschreiten und keine Tempobegrenzung durch Verkehrszeichen vorliegt. Dieser Unterschied erweist sich oft als Stolperstein für deutsche Reisende, die gleich nach der Landesgrenze in eine Radarfalle der Nachbarländer tappen. Wenn Sie Ihre Urlaubskasse nicht für ärgerliche Bußgelder nutzen möchten, sollten Sie sich also stets vor der Auslandsfahrt über die nationalen Tempolimits informieren.

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