Tipps zur Fahrschulauswahl

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Endlich ist es soweit! Sie können und möchten eigenständig mobil werden. Dafür reicht nicht nur der Kauf eines schicken Fahrzeugs. Bevor es richtig losgehen kann, benötigen Sie einen Führerschein. An Ihnen und Ihrer Motivation wird es gewiss nicht hapern, denn die Verlockung der damit verbundenen Bewegungsfreiheit ist enorm groß. Vielmehr kommt es nun auf den Partner an, der Ihnen theoretisch und praktisch auf die Sprünge hilft. Sie müssen eine Fahrschule finden, die Sie kompetent und verlässlich zum Ziel führt. Da es um einen wichtigen Schritt in Ihrem Leben und auch eine stattliche Summe Geld geht, möchten Sie bei der Fahrausbildung nicht russisches Roulette spielen. Schlichtweg den erstbesten Anbieter anzusteuern, scheint wenig clever. Doch wie vergleichen Sie die Angebote? Welche Kriterien sind wichtig bei dieser Entscheidung?

Wunsch konkretisieren, Richtwert für den Preis ermitteln

Grundsätzlich sind Sie schon zu beglückwünschen, denn viele junge Erwachsene vergessen diese strategischen Überlegungen. Der erfreuliche Gedanke, schon bald lässig und unabhängig durch die Gefilde zu cruisen, versperrt die reelle Sicht auf die Dinge. Tatsächlich gibt es zwischen den Fahrschulen enorme Unterschiede. Einerseits sind dies ganz generell Faktoren, die sich leicht durchchecken und vergleichen lassen. Andererseits kommen subjektive Aspekte mit ins Spiel, die nur Sie bewerten können. Wenn Sie mit den Euro nicht salopp um sich werfen können, interessiert Sie natürlich der Preis. Verschaffen Sie sich für dieses Kriterium einen Überblick,bevor Sie damit beginnen, die Fahrschule zu finden. Letztlich ist dies im Zeitalter des Internets kinderleicht: Halten Sie fest, welche Führerscheinklassen Sie genau anstreben. Nur so wissen Sie, welche Produkte Sie konkret vergleichen möchten. Viele beratenden Webseiten im Netz haben für Sie praktische Listen mit dem Preisspektrum verschiedener Großstädte und Regionen sowie clevere Online-Rechner parat. Es reichen ein paar Eckdaten, um das Minimum Ihrer Investitionen zu ergründen. Nun sehen Sie schon klarer. Sollte bei der weiteren Recherche eine Fahrschule mit dem Kostenvoranschlag weit über der ermittelten Summe liegen, ist klar: Zu den Favoriten zählen diese Experten am Steuer schon einmal nicht.

Qualität des Angebots ermitteln

Es spart Ihnen viel Zeit und Lauferei, wenn Sie Ihre Suche weiter am PC fortsetzen. Denn viele Punkte lassen sich sich bequem am Schreibtisch abklären. Stöbern Sie nun das nächste praktische Tool an: Gut organisierte Datenbanken spucken Ihnen das Portfolio an regionalen Anbietern für Ihre angestrebte Fahrerlaubnis aus. Meist finden Sie dort auch schon die ersten Preisangaben und näheren Informationen zu den Fahrschulen. Trennen Sie die Spreu vom Weizen und navigieren anschließend auf die Webseiten der einzelnen Unternehmen. Letztlich ist es interessant, wie sich die Ausbilder selbst präsentieren. Es kommt durchaus vor, dass die Gestaltung der Webpräsenz derart unseriös ist, dass Sie diese Option gleich abhaken. Anschließend versuchen Sie anhand der Internetdarstellung folgende Fragen zu beantworten:

1. Wie weit liegt die Fahrschule von meiner Wohnung, der Schule oder dem Arbeitsplatz entfernt?

Es wäre schön, wenn Sie sich unnötigen Zeitaufwand für langwierige Wege zum Unterricht sparen können.

2. An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit wird der theoretische Unterricht angeboten?

Es hilft Ihnen wenig, wenn Sie eine tolle Fahrschule finden, aber nur mit viel Terminakrobatik an den Schulungen teilnehmen können.

3. Wie steht es um den Fuhrpark? Scheint das Ganze auf dem aktuellen Stand der Dinge? Entspricht die Anzahl der Fahrzeuge der vermutlichen Größe des Unternehmens?

Wenn ein Fahrausbilder hunderte von Schülern annimmt, aber gleichzeitig nur zwei Autos auf dem Hof stehen hat, ergeben sich lange Wartezeiten zwischen den Fahrstunden. Dies verlängert nicht nur die Ausbildung, sondern schraubt auch schnell den Preis in die Höhe.

4. Was verrät die Internetseite über den Theorieunterricht?

Für einen zügigen Lernfortschritt sind kleine Gruppen sinnvoll. So können Sie den Erklärungen weitaus leichter folgen und auch Zwischenfragen stellen. Da die theoretische Führerscheinprüfung inzwischen am Computer abgelegt wird, sollten Sie auch am PC trainiert werden. Es gibt aber noch immer Fahrschulen, die einen einzelnen Rechner für Demonstrationszwecke im Raum stehen haben. Das hilft nicht wirklich weiter.

5. Sind genügend und kompetente Fahrlehrer für die praktische Ausbildung am Start?

Das Optimum ist, wenn möglichst ein Profi Sie vom ersten Moment bis zur Fahrprüfung begleitet. Durch das gewonnene Vertrauen und die stetige Analyse Ihrer Fortschritte und Problembereiche kommen Sie mit dem Lernprozess zügig voran. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch benötigte Lehrfahrten und damit eben auch Geld.

Preisgestaltung unter die Lupe nehmen

Abschließend beschäftigen Sie sich noch einmal intensiv mit den Kosten. Auf den Webseiten der Fahrschulen finden Sie meist die Preisübersichten. Nun ist ein wenig Rechenkunst gefragt, denn der Preis setzt sich aus vielen Details zusammen:

1. Wie hoch ist der Grundbetrag der Fahrschule?

2. Der Theorieunterricht sollte im Grundbetrag bereits enthalten sein! Wenn nein, was kostet die Schulung?

3. Werden Lehrbücher, Übungsbögen und weitere Unterrichtsmaterialien kostenlos zur Verfügung gestellt? Wenn nein, müssen Sie die Preise dafür zusammenstellen.

Beispielsweise können Sie eine Fahrschule finden, die Ihnen professionelles Trainingsmaterial über einen Zugangscode auf der Webseite anbietet. Dadurch sparen Sie sich die Anschaffung der Software. Und mittlerweile gibt es auch Apps die auf mobilen Endgeräten genutzt werden können. Wichtig ist immer, dass man die Lernmaterialien mit der gewählten Fahrschule abstimmt, da der ausbildende Fahrlehrer zumeist eine Lernerfolgskontrolle durchführt. Und dies geht natürlich am besten, wenn die von der Fahrschule vorgeschlagenen Materialien verwendet werden.

4. Was kostet eine normale Fahrstunde?

5. Wie hoch sind die Preise für Sonderfahrten (Nachtfahrten, Überlandfahrten und Autobahnfahrten)?

6. Was wird für die Anmeldung zur Prüfung berechnet?

Mit diesen Daten können Sie jetzt kalkulieren, wie attraktiv das Angebot des Ausbilders ist. Vorgeschrieben sind übrigens mindestens 12 Pflichtstunden - dies sind die Sonderfahrten auf Bundes- oder Landstraßen (5), auf Autobahnen (4) und bei Dämmerung und Dunkelheit (3). Daneben sollten aber genügend weitere Ausbildungsfahrten absolviert werden, um sich gewissenhaft auf anstehende Prüfungen vozubereiten.

Die Chemie muss stimmen!

Gewiss kristallisieren sich nach dieser Ferndiagnose wenige Favoriten heraus. Machen Sie sich nun auf den Weg und begutachten die Schulungsräume, Fahrzeuge und Lehrer mit eigenen Augen. Setzen Sie hier auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie die richtige Fahrschule finden möchten, ist der Sympathiefaktor entscheidend. Gerade bei der Fahrausbildung bremsen Antipathien und mangelndes Vertrauen die Erfolgserlebnisse aus. Über derartige Enttäuschungen tröstet auch ein Schnäppchenpreis für die Übungsstunden nicht weg.
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