Carsharing: Die Vorteile im Überblick

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Carsharing: eine ernsthafte Alternative mit vielen Vorteilen
Noch immer blicken einige Bürger skeptisch und denken an betont ökologisch eingestellte Zeitgenossen, wenn es um Carsharing geht. Gerade Städter verkennen dabei das Potenzial einer inzwischen exzellenten Dienstleistung für Freiheitsliebende, Gelegenheitsfahrer und Sparfüchse. Tatsächlich ist die gemeinschaftliche Nutzung zu einer höchst professionellen und interessanten Option für viele Führerscheinbesitzer geworden.
Die drei verbreiteten Varianten
Am ehesten entspricht das private Carsharing dem Ursprungscharakter der Idee. Mithilfe des Internets können PKW-Besitzer das eigene Fahrzeug registrieren lassen und anderen Bürgern zur Verfügung stellen. Gerade in Metropolen entsteht dadurch ein wachsender Pool an Autos, der für die gelegentliche Nutzung zur Verfügung steht. Über Online-Plattformen kann das bestehende Angebot gecheckt und bei Bedarf ein motorisierter Untersatz reserviert werden. Selbstverständlich winkt den vertrauensvollen Autobesitzern eine finanzielle Entlohnung, die von den meist gemeinnützigen Koordinatoren zuvor festgelegt wurde. Gewiss steckt in der recht neuen Variante eine Menge Potenzial, das sich mit der Zeit auch in kleineren Städten bewähren wird.
Recht jung sind auch professionelle Angebote von Unternehmen wie BMW, MINI oder Opel. Diese haben das veränderte Mobilitätsinteresse erkannt und Dienstleistungen wie zum Beispiel DriveNow ins Leben gerufen. Das Prinzip ist so banal wie genial und entspricht den Zeitgeist der jungen Generation: Interessierte lassen sich bei den Unternehmen registrieren und erhalten eine Mitgliedskarte. Über das Stadtgebiet verteilt finden sich zahlreiche Fahrzeuge des Service-Anbieters. Spontan oder nach halbstündiger Voranmeldung, das hängt von der persönlichen Laune der Nutzer ab, steht das anvisierte Gefährt zur Verfügung. Am Zielort wird das Auto einfach abgestellt und das war's. Abgerechnet wird grundsätzlich pro Minute. Bei längeren Fahrten oder Zwischenstopps kommen rabattierte Tarife zum Einsatz.
Längst haben sich in Städten professionelle Dienstleister mit fixen Carsharing-Stationen etabliert. Ein meist ansehnlicher Reigen an Fahrzeugen steht über alle Viertel verteilt zur Abfahrt bereit. Voraussetzung für die Nutzung ist wieder eine Mitgliedskarte, die zugleich als Schlüssel und Abrechnungsinstrument dient. Über Serviceseiten im Internet oder Kunden-Hotlines wird ein Fahrzeug für den gewünschten Zeitraum vorgebucht. Am besagten Termin steht das Auto am vorgesehenen Standpunkt bereit und wird nach Fahrtende dort wieder abgestellt. Die Abrechnung differiert von einem Anbieter zum anderen. Sehr verbreitet ist jedoch ein Zusammenspiel aus dem Nutzungszeitraum und den gefahrenen Kilometern, wobei es für ganztägige oder wöchentliche Nutzungen meist Sondertarife gibt.
Zahlreiche Vorteile sprechen für Carsharing
Selbstverständlich empfiehlt sich Carsharing als Alternative, wenn Sie kein eigenes Fahrzeug besitzen und die Anschaffung vorerst finanziell nicht zur Diskussion steht. Allerdings schwören viele Stadtbewohner auf dieses Serviceangebot, obwohl nichts gegen den Kauf eines PS-starken Statussymbols spricht. Dafür gibt es reichlich gute Gründe.
Mit dem Erwerb ist es bekanntlich nicht getan. Stetige Ausgaben für Steuern, Versicherungen, Instandhaltung und Stellplätze kommen hinzu und belasten das Portemonnaie. Wenn das Auto nicht täglich für die Fahrt zur Arbeit oder anstehende Erledigungen bewegt wird, ergibt der Besitz rein rechnerisch oft gar keinen Sinn. Unter dem Strich summieren sich die Investitionen für den PKW vor der Tür enorm. Bei ausgeprägten Gelegenheitsfahrern kann sich sogar bewahrheiten, dass konsequentes Taxifahren die kostengünstigere Alternative gewesen wäre.
Die Kosten sind nur die eine Seite der Medaille. Eigentum bringt Verpflichtungen mit sich. Rund um Versicherung, Steuern & Co fällt so einiges an Schriftkram an. An regelmäßige Check-ups, Ölwechsel, Reifenwechsel, TÜV-Abnahmen, ASU-Untersuchungen und mehr muss nicht nur gedacht werden. Damit sind Terminvereinbarungen und zeitintensive Erledigungen verbunden. Vielleicht gehören auch Sie zu den Menschen, die diese Seiten der mobilen Freiheit weniger schätzen. Beim Carsharing fällt all dies nicht in Ihren Zuständigkeitsbereich und wird von den Dienstleistungsunternehmen übernommen.
Hinzu kommt in Metropolen das leidige Stellplatzproblem. Während stolze PKW-Besitzer auf der Suche nach einer Parklücke um die Häuser kreisen, stellen Carsharing-Fans das Fahrzeug einfach auf den angestammten Platz ab und genießen einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft.
Abschließend ist die attraktive Bandbreite an Modellen erwähnenswert. Vom kleinen Stadtflitzer über die Familienlimousine bis hin zum Transporter ist zumeist alles im Sortiment vertreten. So können Sie sich stets für den neuwertigen Wagen entscheiden, der sich aktuell am ehesten empfiehlt.
Was gibt es zu bedenken?
Die Vorzüge beim Carsharing stehen und fallen mit der Professionalität und Infrastruktur der örtlichen Dienstleistungen. Erkundigen Sie sich nach der Entfernung der nächstgelegenen Station und dem Verhältnis zwischen der Mietgliederzahl und dem Fahrzeugbestand. Wenn Sie aufgrund langer Wartezeiten zu viel Spontanität opfern müssen, wird das Angebot schnell unattraktiv.
Sehen Sie sich die Mitgliedsverträge und Reglements genau an. Es ist wichtig, dass die Fahrzeuge und auch Sie persönlich umfassend versichert sind. Vorsicht ist vor allem bei mehreren Fahrern geboten: Meist darf nur die Person am Steuer sitzen, die das Auto zuvor als Mitglied gebucht hat.
Nicht wenige Trendsetter setzen inzwischen auf ein Patchwork-Modell aus Carsharing für Einkaufsfahrten, Mietfahrzeugen für die Wochenendtour und den Besitz eines fetzigen Rollers für die alltägliche Spontanität. Vielleicht wäre das auch was für Sie?
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