MPU: Der Test zur Fahreignung

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Medizinisch Psychologische Untersuchung

Eine Sache für Idioten ist die Medizinisch Psychologische Untersuchung, kurz MPU, sicher nicht. Da schießt der verbreitete Volksmund („Idiotentest“) deutlich an der Realität vorbei. Schneller als landläufig gedacht wird, haben uneinsichtige Verkehrsteilnehmer eine Einladung dafür im Briefkasten. Deshalb sollten schlechte Scherze an dem Betroffenen eiskalt abprallen. Vielmehr gilt es Ruhe zu bewahren, den Termin vorzubereiten und sich ehrlich zu präsentieren.
Die Gründe, die zur Anordnung einer MPU führen sind vielfältig – diese sind beispielsweise:


Der Ablauf


Die MPU setzt sich im Wesentlichen aus zwei Teile zusammen:

1. Die Medizinische Untersuchung: Hierbei wird überprüft, ob Erkrankungen oder körperliche Mängel bestehen, die für die Verkehrstauglichkeit und das geforderte Verantwortungsbewusstsein bedeutend sind. Mit Blick auf die Fälle, in denen eine Untersuchung angeordnet wird, ist bereits klar: Werte rund um Alkohol- und Drogenkonsum stehen hier im Mittelpunkt des Interesses. Am PC wird mit einem speziellen Test die Leistungsfähigkeit ermittelt. Dabei geht es um Aufmerksamkeit, Belastbarkeit, Wahrnehmung und Reaktion – also alle Grundvoraussetzung für das umsichtige Steuern eines Fahrzeugs im Straßenverkehr. Wer hierbei schlecht abschneidet, wird nicht automatisch zum Jahreskarten-Besitzer des öffentlichen Nahverkehrs. Der zuständige Facharzt kann ebenso anordnen, das praktische Verhalten nochmals ins Visier zu nehmen. Mitunter können vermeintliche Schwächen ohne Verkehrsrisiko kompensiert werden

2. Die Psychologische Untersuchung:Die MPUEin psychologisches Gespräch dauert circa eine Stunde. Hierbei geht es vor allem um den glaubwürdigen Willen, aktuell und langfristig ein verantwortungsvolles Handeln an den Tag zu legen. Überzeugend ist, wenn dies nicht als spontaner Gedanke, sondern stabiles Persönlichkeitsmerkmal zu werten ist.

Abschließend wird die Quintessenz gezogen und ein Gutachten erstellt. Innerhalb von zwei Wochen wird dies zugesendet und kann der einfordernden Behörde vorgelegt werden.

Vorbereitung

In dem Untersuchungstermin soll festgestellt werden, ob nachhaltig eine Verhaltensänderung eingetreten ist. Der Termin sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden, denn nur mit einer zielgerichteten Ausbildung hat man realistische Erfolgsaussichten.

Laut einer Studie des ADAC bestehen 85 bis 95% den MPU Kurs, wenn Sie einen Vorbereitungskurs absolviert haben. Dagegen liegt die Bestehensquote nur zwischen 10 und 15%, wenn kein Kurs besucht wurde. Klar ist eine fundierte Vorbereitung nicht billig, in den meisten Fällen lohnen sich die Kosten aber.

Vielerorts werden von Anbietern der Medizinisch Psychologischen Untersuchung Vorbereitungsseminare angeboten oder Experten für die Vorbereitung empfohlen. Kostenlose Informationsabende können sehr aufschlussreich sein und sollten in jedem Fall besucht werden! Die Probleme, die zum Verlust des Führerscheins geführt haben sind vielfältig. Insofern kann es kein Patentrezept geben, ob es ratsam ist sich in einer Gruppe oder in Einzelsitzungen bei einem Verkehrspsychologen auf den Termin vorzubereiten. In jedem Fall sollte man sich intensiv mit dem Thema auseinander setzen und sich von qualifizierten Beratern, wie beispielsweise einem Kraftfahreignungsberater, helfen lassen.

Das Gutachten

Nach Abschluss der Untersuchung kann es zu drei verschiedenen Gutachten kommen.

1. Positives MPU-Gutachten: Super, das Ziel ist erreicht! Das Gutachten muss jetzt bei der Führerscheinstelle eingereicht werden und der Führerschein wird wieder erteilt bzw. nicht entzogen.

2. Negatives Gutachten: Dieses sollte man nicht der Führerscheinstelle vorlegen. Denn der Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis kann jederzeit wieder neu gestellt werden. Ergo, Antrag zurückziehen und den Eintrag im Verkehrszentralregister vermeiden. Ein Antrag kann erneut gestellt werden, wenn die Defizite behoben sind. Zudem sollte man mit der Begutachtungsstelle in Kontakt treten und sich den Inhalt des Gutachtens erläutern lassen. Und man sollte natürlich erfragen, welche Änderung des Verhaltens die Fahreignung zukünftig sicherstellen kann und wie ein weiteres Vorgehen aussehen kann.

3. Bedingt geeignetes MPU-Gutachten: Falls in dem Gutachten eine Nachschulungsempfehlung ausgesprochen wurde, bedeutet dies, dass noch persönliche Defizite in Bezug auf die Fahreignung bestehen. Das heißt, dass die Erteilung der Fahrerlaubnis an die Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der Fahreignung geknüpft wird. Die Begutachtungsstelle oder ein Verkehrspsychologe helfen bei der Wahl des passenden Kurses.
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