Clever vergleichen mit der Schwacke Liste

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SchwackelisteEin fabrikneues Fahrzeug ist nicht gerade billig. Nicht jeder kann und möchte sich diesen jungfräulichen Luxus leisten. So spielt der Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen eine wesentliche Rolle im Alltag von Autofahrern. Ob Sie sich für den Erwerb eines auserkorenen Stücks beim Händler oder direkt von Privatpersonen entschließen, bleibt letztlich gleich, wenn es um den Preis geht. Bei diesem Geschäft möchten Sie weder Verluste einfahren noch draufzahlen. Damit sich dieser Wunsch erfüllt, ist jedoch eine solide Einschätzung des Objekts gefragt, um das es sich dreht. Eben dafür empfiehlt sich die Schwacke Liste.

Verschätzen Sie sich nicht!

Für viele Sachen lässt sich der konkrete Wert recht einfach bestimmen. Für Edelmetalle reicht zum Beispiel eine Waage, um das vorliegende Gewicht mit den aktuellen Ankaufs- und Verkaufspreisen zu vergleichen. Es wäre schön, wenn sich die Bewertung eines Gebrauchtfahrzeugs ähnlich einfach gestalten würde. Doch leider ist dies eine höchst komplexe Angelegenheit, denn sehr viele Details wirken sich auf dem Preis aus. Der einstige Neupreis ist dabei nur ein Element von vielen. Der jährliche Wertverlust differiert von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell. Manche Serien sind heiß begehrt, während sich für andere nur schwierig Interessenten finden lassen. Zudem kommen Fakten wie das Alter, der Kilometerstand, der Zustand des Fahrzeugs im inneren und äußeren Bereich sowie die Ausstattung hinzu. Damit ist die Liste der Faktoren, die zu berücksichtigen sind, bei weitem noch nicht vollständig. Es erklärt sich von selbst, dass Laien auf diesem Gebiet mit ihren Schätzungen weit von der Realität entfernt landen können. Glückspilze freuen sich über das ungeahnte Schnäppchen. Pechvögel greifen erheblich tiefer ins Portemonnaie, als es notwendig wäre.

Die Wurzeln des Kriterienkatalogs

Selbst Experten rund um Gebrauchtwagen haben den konkreten Wert eines Fahrzeugs nicht immer im Kopf. Dafür gibt es schlichtweg zu viele verschiedene Autos auf dem Markt. Es handelt sich dabei um kein neuartiges Problem. Schon vor Jahrzehnten stellte die Einschätzung eines Fahrzeugs Käufer und Verkäufer vor ein Problem und sorgte für heiße Debatten. So erging es auch dem Autohändler Hans W. Schwacke, der sich der Lösung des Problems widmete. Die erste Schwacke Liste 1957 war das Resultat des ehrgeizigen Projekts, mit der sich der aktuelle Wert eines gebrauchten Autos ungefähr einschätzen lässt. Als Grundlage dafür diente ein Katalog von Kriterien, der immer wieder präzisiert und ausgefeilt wurde. Dabei gibt es Merkmale eines Fahrzeugs, die den Preis steigern und ebenso Informationen, die den Wert mindern. Am offensichtlichsten ist dies bei einer starken Abnutzung, einem Unfallschaden oder einem ausgesprochen hohen Kilometerstand. Doch schon die gewählte Farbe der Karosserie kann sich negativ auf dem Verkaufswert auswirken, was zeigt: Der Teufel liegt bekanntlich im Detail.

So kommt es zu den Einschätzungen!

Die Bewertung für die Schwacke Liste ist in vier wesentliche Bereiche unterteilt. Zunächst werden Statistiken rund um den An- und Verkauf eines spezifischen Modells ausgewertet. So ergibt sich, wie viele Angebote für ein vergleichbares Auto auf dem Markt umherschwirren und wie hoch zugleich die Nachfrage ist. Darüber hinaus wird ermittelt, welchen Preis die Besitzer durchschnittlich mit dem Verkauf erzielten. Im zweiten Schritt werden Experten nach Ihrer fundierten Meinung gefragt. Dabei handelt es sich um Autohändler, die tagtäglich mit den Fahrzeugen eines Herstellers zu tun haben. Direkt damit hängt das nächste Kriterium zusammen. Sie wissen selbst, dass die tatsächlichen Verkaufspreise von Neuwagen deutlich von den angestrebten Listenpreisen der Autofabrikanten abweichen können. Wurden beispielsweise wegen des schlechten Absatzes bei einer Serie enorme Nachlässe gewährt, wirkt sich das auf den Verkaufspreis des Gebrauchtwagens aus. Dabei ist unwesentlich, wie tief der Besitzer tatsächlich in die Tasche greifen musste. Hat dieser einst ein schlechtes Geschäft gemacht, wie die Schwacke Liste nachweist, ist das letztlich persönliches Pech. Abschließend werden noch weitere Statistiken ausgewertet, die zum Beispiel den gesamten Fahrzeugbestand oder die Zahl der Neuzulassungen betreffen.

Daraus ergeben sich generelle Richtwerte für jedes bekannte Serienfahrzeug auf dem derzeitigen Markt. Bei der Einschätzung des konkreten Autos wird berücksichtigt, welche Ausstattungsmerkmale das Gefährt mitbringt. Handelt es sich eher um eine spartanische Sparbüchse, gibt es Abzüge bei der Wertschätzung. Zusätzliche Finessen bewirken einen Aufschlag gegenüber dem ermittelten Durchschnittspreises.

Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf!

Vielleicht raucht Ihnen nach dieser knappen Zusammenfassung der Hintergründe zur Schwacke Liste bereits der Kopf. Die Quintessenz aus dieser Empfindung sollte sein, dass Sie auf einen derartigen Kompass nicht verzichten sollten. Das gilt sowohl bei dem Verkauf Ihres eigenen Fahrzeugs als auch dem Erwerb eines gebrauchten Autos. Wenn Sie sich den Aufwand der statistischen Auswertungen vorstellen, ist klar: Dieser Service kann nicht kostenlos angeboten werden. Tatsächlich erhalten Sie die Informationen von Schwacke nur gegen eine Gebühr. Allerdings hält sich dieser Aufwand in Grenzen, wenn Sie die Summe bedenken, um die es beim Besitzerwechsel des Autos geht.

So informieren Sie sich gründlich und preiswert!

Wenn Sie die Kosten für die Nutzung der Schwacke Liste gering halten möchten, empfiehlt sich diese Vorgehensweise. Orientieren Sie sich erst einmal generell auf dem Markt. Dabei helfen Ihnen die Ratgeber von Autozeitschriften und Verkaufsportale für Fahrzeuge im Internet. Stöbern Sie einfach durch Sortiment der Modelle, für die Sie sich interessieren. Schnell bekommen Sie ein Gefühl dafür, auf welchem Level sich die Preise für das begehrte Objekt derzeit bewegen. Trotz des enormen Angebots kristallisieren sich meist nur wenige Fahrzeuge heraus, die das Interesse auf sich ziehen. Dabei kann bereits die Entfernung zwischen Käufer und Autobesitzer schon eine Rolle spielen. Erst dann, wenn ein konkreter Favorit feststeht, fordern Sie eine Einschätzung von Schwacke an, um sich zusätzlich abzusichern. Dies ist übrigens in wenigen Minuten auf dem Internetportal des Unternehmens erledigt. Möchten Sie Ihr eigenes Auto verkaufen, gehen Sie die Sache umgekehrt an: Bemühen Sie sich erst um die Einschätzung von Schwacke und vergleichen dies mit den aktuellen Preisen für das Fahrzeug in Ihrer Region. Eventuell können Sie es mit einer höheren Verhandlungsbasis probieren oder müssen den Mittelwert nach unten korrigieren.

Richtwerte beim Leasing oder Unfall

Die Schwacke Liste ist nicht nur hilfreich für den Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen. Sie können über die Internetseite auch eine realistische Zunkunftsbewertung sowie einen Stichtagsbewertung anfordern. Wenn Sie beispielsweise an den Abschluss eines Leasing-Vertrags denken ist die futuristische Einschätzung interessant. Bei vielen Verträgen wird ein Restwert festgelegt, den das Auto nach Ablauf der Mietzeit noch erzielen muss. Mit den Daten aus der Hand der Gebrauchtwagenexperten können Sie illusionäre Vereinbarungen und ein böses Erwachen vermeiden. Die Wertschätzung für ein konkretes Datum macht sich dann bezahlt, wenn es zum Beispiel um die Benennung eines Verlustes geht, den Sie nach einem Unfall beklagen möchten.

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