Fürs friedliche Miteinander der Verkehrsteilnehmer
Viele Menschen treffen mit ihren mobilen Wünschen im Verkehrsgeschehen aufeinander. Trotz verschiedenster Charaktere und Interessen ist ein geordnetes Verhalten gefragt, damit es fair und sicher auf den Straßen zugeht. Die Erfahrung zeigt, dass dies ganz ohne Regelungen durch öffentliche Institutionen nicht funktioniert. Sobald die ersten Automobile unterwegs waren, erkannten dies die verantwortlichen Behörden und führten die ersten Gesetze ein, die als Vorläufer der heutigen Straßenverkehrsordnung gelten.
Was regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO)?
Im Prinzip verrät Ihnen dies bereits der Name: Das regulierende Werk befasst sich mit allen notwendigen Fragen rund um den reibungslosen Ablauf auf deutschen Straßen. Dabei geht es nicht nur um Autofahrer, sondern um alle Beteiligten des Geschehens. Zunächst legen ausführliche Darstellungen fest, welches Verhalten von den einzelnen Verkehrsteilnehmer eingefordert wird. Dabei werden Tempolimits, Parkzeitüberwachung oder die Sicherung von Ladung genauso thematisiert wie der Umgang mit Tieren in Verkehrsnähe und die Nutzung von Straßen für Sportveranstaltungen. Nach der umfassenden Klärung aller erdenklichen Situationen, definiert die StVO eindeutig die verwendeten Verkehrssymbole. Abgerundet wird das Ganze durch das, was die meisten Autofahrer im Wesentlichen interessiert: Wie werden die beschriebenen Regeln umgesetzt? Welche Strafen drohen, wenn die Vorschriften missachtet werden? Der Name dieses Parts ist in aller Munde: Bußgeldkatalog.
Wissen zur StVO auffrischen
Die Zeiten ändern sich und damit auch die Bedürfnisse. Die ersten Ordnungsbeamten vor mehr als hundert Jahren sorgten sich besonders um Kutschen und andere Gespanne, die von den neu aufkommenden Automobilen gefährdet wurden. Entsprechend viele regionale Vorschriften befassten sich mit diesem Thema. Deshalb wurde in vielen Landstrichen eine imposante Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h für die motorisierten Konkurrenten der Rosse ausgesprochen. Wer dem nicht folgte, landete zügig für ein paar Tage hinter Gittern. So betrachtet, ist der heutige Bußgeldbescheid auffallend milde und höflich. Derartige Gesetze wurden von der technologischen Entwicklung überholt. Kutscher spielen heute kaum noch eine Rolle, dafür kommen jedoch andere Verkehrsteilnehmer hinzu. Denken Sie exemplarisch an Inlineskater, die plötzlich zum Straßenbild gehören oder Quads, die im Freizeitbereich immer populärer werden. Es ist klar, dass sich die Straßenverkehrsordnung mit den stetigen Veränderungen befassen und das Regelwerk anpassen muss.
Meist werden neue Gesetzesentwürfe breit in den Medien diskutiert, bevor diese gültig sind. Dennoch sollten Sie sich als Fahranfänger für die mobile Zukunft merken: Werfen Sie hin und wieder einen Blick in die aktuelle StVO. Stets wird hervorgehoben, welche Gesetze bei einer Neuordnung hingekommen oder entfallen sind. Nur so sind Sie stets sicher unterwegs und vermeiden unnötige Knöllchen an der Windschutzscheibe oder Bußgeldbescheide im Briefkasten. Die aktuelle Version des juristischen Blatts und wichtige News zum Thema finden Sie immer auf der Webseite des zuständigen Bundesministeriums (www.bmvbs.de)
Fahrten ins Ausland
Angesichts der Vorfreude auf schöne Urlaubstage in der Ferne vergessen viel Autofahrer eines völlig: Die Straßenverkehrsordnung gilt selbstverständlich nur innerhalb von Deutschland. Inzwischen sind zwar viele Regelungen europaweit vereinheitlicht worden. Beispielsweise betrifft dies die Optik der Parkscheibe. Dennoch gibt es enorm viele Abweichungen, die sowohl den fließenden als auch ruhenden Verkehr betreffen. Ehe Sie sich versehen, verhalten Sie sich in einem Kreisverkehr oder bei einer Autostraßenzufahrt völlig falsch und provozieren unwissentlich einen Unfall. Ähnlich ärgerlich wäre es, wenn nach der Sightseeing-Tour bemerken, dass Ihr Auto abgeschleppt wurde. Gerade im östlichen Teil Europas fackeln die Kontrollinstanzen nicht lange, wenn es um Falschparker geht. Statt warnende Knöllchen zu verteilen, wird umgehend der Abschleppdienst gerufen.
Nahezu alle Autoclubs bieten Ihnen im Internet praktische Übersichten mit den wichtigsten Informationen zu den Verkehrsregeln verschiedenster Reiseländer. Wenn Sie nur wenige Minuten investieren, sind Sie vom Alkohol am Steuer bis hin zu Vorfahrtsregeln informiert. Falls es Sie spontan ins Ausland führt, bleiben Sie am besten bei diesem Prinzip: Studieren Sie an der Grenze die wichtigsten Regeln auf den Informationsschildern. Sollten Sie sich beim Parken, beispielhaft in einem Wohngebiet, unsicher sein, fragen Sie die Einheimischen. So vermeiden Sie mit der nationalen Straßenverkehrsordnung in Konflikt zu geraten.